SAVE LIVES: Clean Your Hands

Am 5. Mai 2018 findet der Tag "SAVE LIVES: Clean Your Hands" der Weltgesundheits-Organisation (WHO) statt. Mit diesem Tag macht die WHO weltweit auf die noch häufig ungenügenden Hygienemaßnahmen, insbesondere auf die mangelhafte oder nicht fachgerechte Händedesinfektion vor und nach jedem Patientenkontakt, als wichtigste Präventionsmaßnahme zur Vermeidung nosokomialer Infektionen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen aufmerksam.

 

Die Wichtigkeit der Maßnahmen zur Infektionsprävention lässt sich am Besten anhand der letzten epidemiologischen Daten zur Inzidenz und Prognose schwerer generalisierter Infektionskrankheiten darstellen: Derzeit werden weltweit ca. 31,5 Millionen Menschen in Krankenhäusern wegen systemischer Infektionen (=Sepsis) behandelt. Davon erleiden etwa 19,4 Millionen Menschen eine schwere Sepsis oder einen septischen Schock. Die Dunkelziffer liegt sicher deutlich höher, da in kaum oder wenig entwickelten Ländern Patienten versterben, weil entweder keine medizinische Behandlung zur Verfügung steht oder die Patienten den Transport bereits nicht überleben. Weiters werden schwere Infektionskrankheiten oft nicht als solche erkannt und adäquat behandelt. Auch die Sterblichkeit der Sepsis ist nach wie vor extrem hoch. In einer Internationalen Studie über einen Beobachtungszeitraum von 3 Jahren wird eine Krankenhausmortalität von 49,6% berichtet.

 

Zur Reduktion der Sepsisfälle und Senkung der weltweiten Sterblichkeit fordert die WHO alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen auf, sich an diesem Tag zumindest 5 Minuten Zeit zu nehmen um sich über die Wichtigkeit und praktische Durchführung der Händedesinfektion auszutauschen. Zudem werden alle medizinischen Führungskräfte aufgefordert Hygienemaßnahmen zur Vermeidung nosokomialer Infektionen zu unterstützen und in der Praxis als positives Beispiel für Mitarbeiter und Mitarbeitinnen zu dienen. Die Gesundheitsministerien aller Länder werden von der WHO aufgefordert die weltweiten Bemühungen zur Bekämpfung lebensbedrohlicher Infektionen zu unterstützen und Impfprogramme sowie Hygienemaßnahmen zur Reduktion von lebensbedrohlichen Infektionen zu fördern.

 

Weitere Informationen zum Thema finden hier!

Wir verwenden Cookies und Cookies von Drittanbietern, um den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch die weitere Nutzung der Website, stimmen Sie unseren Datenschutzhinweisen zu.